Literarisches Schreiben
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Geschrieben habe ich eigentlich schon immer – nur hat sich das, was ich schreibe, im Laufe der Jahre verändert: erst Gedichte und Kurzgeschichten, dann Theaterszenen und Stücke, drei Kinderbücher gemeinsam mit meiner wunderbaren Frau Rachel Seelig und, in jüngerer Zeit, ein Fantasyroman und ein Band mit Autofiktionen.
Kinderbücher: Gemeinsam mit Rachel Seelig habe ich drei Kinderbücher veröffentlicht: A Moustache for Carlo (2013), Lovely (2014) und The Chestnut’s Three Wishes (2021). Wunderbar illustriert wurden sie von Rachels Vater Michael Seelig. Alle drei Bücher gibt es auf Englisch und Deutsch. Mehr dazu auf unserer Kinderbuch-Webseite. Einen Blick hinter die Kulissen bietet auch das Interview der University of Toronto ”Every word counts” say scholars turned children’s book authors vom 22. September 2021.
Theater: Mit dem Theater fing es Mitte der 1990er Jahre an, zunächst mit Adaptionen und eigenen Szenen. Richtig Fahrt nahm die Sache auf, als ich 2010 Theater DU (German Theatre Toronto) gründete. 2012 schrieb ich Drakul(j)a, meine Bearbeitung von Bram Stokers Dracula, 2016 folgte Deutsch vom Fass – An Educational Journey in Nine Scenes zum 150-jährigen Jubiläum des Department of Germanic Languages and Literatures der University of Toronto. Mein aktuelles Projekt, Zwischen zwei Ufern – Szenen einer deutsch-kanadischen Begegnung, entstand anlässlich von 75 Jahren deutsch-kanadischer diplomatischer Beziehungen und wird vom Deutschen Generalkonsulat Toronto unterstützt. Die szenische Lesung wird am 26. November 2026 in der Monarch Tavern in Toronto öffentlich aufgeführt
Fantasy: Mein Fantasyroman Der Abgrund der Fantasie begleitet mich schon einen beträchtlichen Teil meines schreibenden Lebens. Angefangen hat alles Ende der 1990er Jahre als Kindergeschichte; während zweier Jahre in Thessaloniki (2004-2006) wurde daraus etwas viel Größeres. Im Mittelpunkt steht ein Junge, der in einem abgelegenen Dorf aufwächst, ohne zu ahnen, dass er das Erbe mythischer Wesen in sich trägt, die einst das Gefüge der Wirklichkeit formten. Als die Welt um ihn herum – und schließlich auch er selbst – erste Risse zeigt, gerät er in eine verborgene Welt spiritueller Sphären, uralter Rivalitäten und beunruhigender Verwandlungen. Nach meinem Umzug nach Kanada und dem Beginn meiner akademischen Laufbahn lag das Manuskript einige Jahre brach. Erst während eines Forschungssemesters in Tel Aviv (2013-14) fand ich zu ihm zurück. Mehr als fünfundzwanzig Jahre nach den ersten Anfängen ist Der Abgrund der Fantasie nun abgeschlossen – und auf Verlagssuche.
Zwischen Erinnerung und Fiktion: Mein Essay Mein Jüdisches Paradox erschien im August 2026 im MERKUR. Darin verbinden sich persönliche Erfahrung und literarische Reflexion mit Fragen nach jüdischer Identität, Erinnerung und Zugehörigkeit. Vor Kurzem habe ich außerdem Der Unsichtbare Schnurrbart: Autofiktionen abgeschlossen, einen Band, in dem Erinnerung, Familiengeschichte und Fiktion ständig ineinander übergehen. Im Zentrum steht ein Mann, der merkt, dass ihm sein türkisches Erbe abhandenkommt, und sich zu fragen beginnt, was von der eigenen Herkunft bleibt, wenn Sprache, Erinnerung und Selbstverständnis nicht mehr recht zusammenpassen. Auch hierfür suche ich derzeit einen Verlag.
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